Taphophil....

Friedhöfe sind traurige und düstere Orte. Sind sie das? Für mich nicht. Ich gehe gerne auf Friedhöfe, je älter sie sind, desto interessanter finde ich sie. Und oft sind sie gerade in Großstädten wahre Oasen der Stille. Ich stelle mir immer vor, was die Grabsteine alles schon erlebt haben und was sie erzählen könnten über die vergangenen Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Deswegen gehe ich nie ohne meine Kamera auf einen Friedhof, denn ich liebe es, diese Welt der Stille auf Bildern festzuhalten. Allen, denen es genauso geht, wünsche ich viel Freude beim Ansehen der Fotos auf meinem Blog. Und wer es noch nicht wusste: Die Faszination für Friedhöfe nennt man Taphophilie, was vom griechischen Wort "taphos" (Grab) kommt...




Mittwoch, 27. Juli 2016

Annette von Droste-Hülshoff: Letzte Worte


Geliebte, wenn mein Geist geschieden, 
So weint mir keine Träne nach; 
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden, 
Dort leuchtet mir ein ewger Tag! 

Wo aller Erdengram verschwunden, 
Soll euer Bild mir nicht vergehn, 
Und Linderung für eure Wunden, 
Für euern Schmerz will ich erflehn. 

Weht nächtlich seine Seraphsflügel 
Der Friede übers Weltenreich, 
So denkt nicht mehr an meinen Hügel, 
Denn von den Sternen grüß ich Euch!




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