Nachdem ich ja leider letztens nicht beim "Friedhofsgeflüster" auf dem Nordfriedhof Recklinghausen dabei sein konnte, wollte ich unbedingt mal einem anderen Tag dahin. Und heute bei dem herrlichen Herbstsonnenschein war es soweit. Hier seht ihr ein paar Eindrücke:
Wirklich schade, dass der Herbst bald vorbei ist und wir nicht mehr diese herrlichen Farben zu sehen bekommen.
Taphophil....
Friedhöfe sind traurige und düstere Orte. Sind sie das? Für mich nicht. Ich gehe gerne auf Friedhöfe, je älter sie sind, desto interessanter finde ich sie. Und oft sind sie gerade in Großstädten wahre Oasen der Stille. Ich stelle mir immer vor, was die Grabsteine alles schon erlebt haben und was sie erzählen könnten über die vergangenen Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Deswegen gehe ich nie ohne meine Kamera auf einen Friedhof, denn ich liebe es, diese Welt der Stille auf Bildern festzuhalten. Allen, denen es genauso geht, wünsche ich viel Freude beim Ansehen der Fotos auf meinem Blog. Und wer es noch nicht wusste: Die Faszination für Friedhöfe nennt man Taphophilie, was vom griechischen Wort "taphos" (Grab) kommt...
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Samstag, 20. Oktober 2018
Samstag, 13. Juni 2015
Historischer Friedhof in Recklinghausen
Heute habe ich einen kleinen Einkaufsbummel verbunden mit einem Bummel über einen weiteren alten Friedhof in Recklinghausen. Er liegt direkt an der Halterner Straße und ist von außen eigentlich nur als Park zu erkennen. Ich bin da schon so oft vorbei gefahren, wusste aber nicht, dass es ein Friedhof ist. Am 4. November 1903 wurde er eröffnet, als der Platz auf dem Evangelischen Friedhof für die protestantische Bevölkerung knapp wurde. 1964 erfolgte die Übergabe an die Stadt. Beisetzungen finden hier nicht mehr statt bzw. dürfen nur auf freien Stellen bereits vergebener Grabstellen stattfinden.
Hier ein paar Eindrücke:
In Gedenken an alle, die in fremder Erde ruhen
1. Weltkrieg
Dieses Grab ist meiner Meinung nach das schönste auf
diesem Friedhof und auch sehr gut erhalten.
Man beachte das Spiegelbild im Grabstein.
Sehr viele Gräber sind total zugewachsen und werden sicher nur noch grob gepflegt.
Diese Grabstelle ist die einzige, die wirklich noch so gut
erhalten ist und offensichtlich weiterhin gepflegt wird.
Auch sehr beeindruckend
Man achte auf die Daten. Der erste Herr ist tatsächlich 101 Jahre alt geworden.
Die erste Elisabeth war vermutlich seine Frau, die zweite ihre Tochter.
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