Die Friedhöfe, wie wir sie heute kennen, gibt es noch gar nicht so lange, erst seit etwa 200 Jahren, Anfang des 19. Jahrhunderts.
Davor wurden die Verstorbenen auf einer Wiese rund um die Kirche bestattet, dem Kirchhof. Es hatte auch nicht jeder ein eigenes Grab mit einem Stein usw.
Auf diesen Flächen standen meistens Obstbäume, deren mit den Jahreszeiten wechselndes Gewand als Symbol für den Lebensrhythmus galt. Der Ertrag aus den Ernten gehörte dann dem Pastor oder dem Totengräber.
Die ersten Friedhöfe zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Parkfriedhöfe, hier wurden die Gräber in die Landschaft integriert. Diese Friedhöfe sind mir auch heute noch die liebsten, als Beispiel fällt mir da der Ostfriedhof in Dortmund ein.
Bäume waren und sind auch heute noch Symbole. Die Kelten und Germanen verehrten sie und sahen in ihnen das Göttliche, Eiben wurden bei den Kelten zur Abwehr gegen Böses genutzt.
Als Symbole für das Ewige Leben stehen natürlich die immergrünen Bäume wie Nadelbäume oder Buchsbaum.
Efeu steht für Unsterblichkeit und Ewiges Leben, es ist ein altes Symbol für Treue. Besonders auf einem Friedhof in Gelsenkirchen habe ich sehr viel Efeu gesehen.
Als Trauerbäume bezeichnet man wegen ihrer hängenden Äste Ulmen, Birken und natürlich die Trauerweide.
Auch einzelne Blätter haben eine Bedeutung: Weinblätter stehen z. B. für Fruchtbarkeit und im Christentum steht das dreiblättrige Kleeblatt für die Dreifaltigkeit, das vierblättrige für die vier Evangelien. Allein schon grüne Blätter stehen für Wachstum und Wohlstand.
Bäume gehören für mich einfach auf einen Friedhof und daher finde ich auch die Idee eines Ruheforsts sehr schön.
Taphophil....
Friedhöfe sind traurige und düstere Orte. Sind sie das? Für mich nicht. Ich gehe gerne auf Friedhöfe, je älter sie sind, desto interessanter finde ich sie. Und oft sind sie gerade in Großstädten wahre Oasen der Stille. Ich stelle mir immer vor, was die Grabsteine alles schon erlebt haben und was sie erzählen könnten über die vergangenen Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Deswegen gehe ich nie ohne meine Kamera auf einen Friedhof, denn ich liebe es, diese Welt der Stille auf Bildern festzuhalten. Allen, denen es genauso geht, wünsche ich viel Freude beim Ansehen der Fotos auf meinem Blog. Und wer es noch nicht wusste: Die Faszination für Friedhöfe nennt man Taphophilie, was vom griechischen Wort "taphos" (Grab) kommt...
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Donnerstag, 9. Juli 2015
Friedhofs- und Grabstättensymbolik
Das Kreuz...
...ist wohl eines der häufigsten Symbole, die man auf Friedhöfen findet. Es ist überall auf der Welt als religiöses Symbol bekannt. Ein leeres Kreuz steht für Hoffnung und Auferstehung. Kruzifix nennt man es mit einem am Kreuz hängenden Jesus.
Die Rose...
...ist die Königin der Blumen. Und ein Symbol für das Leben an sich. Zunächst ist sie geschlossen, dann blüht sie auf und verwelkt schließlich. Vom Christentum übernommen, symbolisieren die Dornen der Rose den Kranz den Jesu bei der Kreuzigung trug. Weiße Rosen standen im Mittelalter für die Reinheit Marias.
Engel...
....stehen als Symbol für Wegbegleitung. Und die Flügel erinnern an Hermes aus Griechischen Mythologie.
Die Kerze...
....und besonders das Ewige Licht steht als Hoffnung gegen die Dunkelheit und Finsternis des Todes.
Der Totenkopf...
...ist nichts Gruseliges und auch nicht nur auf Seefahrergräbern zu finden. Er steht seit jeher für die Vergänglichkeit.
Der Vogel...
....symbolisiert das Weiterleben der Seele an einem anderen Ort. Hier muss ich immer an den Film "The Crow" denken, wo eine Krähe die Seele der Verstorbenen ins Totenreich bringt.
Die Taube...
....steht im Christentum für den Heiligen Geist.
Der Kranz....
....steht dafür, dass das Leben mit dem Tod nicht beendet ist. Außerdem ist der Kreis ein Symbol des ewigen Bundes, das den Toten schützt und das Böse abwehrt.
Betende Hände...
...gelten als Symbol von gelebter Frömmigkeit.
Der Anker...
...steht in der christlichen Symbolik für die Hoffnung. Bis zum dritten Jahrhundert fand er auf Grabmälern Verwendung als Zeichen für die Zugehörigkeit zum christlichen Glauben.
Der Dreizack...
...ist wohl eines der häufigsten Symbole, die man auf Friedhöfen findet. Es ist überall auf der Welt als religiöses Symbol bekannt. Ein leeres Kreuz steht für Hoffnung und Auferstehung. Kruzifix nennt man es mit einem am Kreuz hängenden Jesus.
Die Rose...
...ist die Königin der Blumen. Und ein Symbol für das Leben an sich. Zunächst ist sie geschlossen, dann blüht sie auf und verwelkt schließlich. Vom Christentum übernommen, symbolisieren die Dornen der Rose den Kranz den Jesu bei der Kreuzigung trug. Weiße Rosen standen im Mittelalter für die Reinheit Marias.
Engel...
....stehen als Symbol für Wegbegleitung. Und die Flügel erinnern an Hermes aus Griechischen Mythologie.
Die Kerze...
....und besonders das Ewige Licht steht als Hoffnung gegen die Dunkelheit und Finsternis des Todes.
Der Totenkopf...
...ist nichts Gruseliges und auch nicht nur auf Seefahrergräbern zu finden. Er steht seit jeher für die Vergänglichkeit.
Der Vogel...
....symbolisiert das Weiterleben der Seele an einem anderen Ort. Hier muss ich immer an den Film "The Crow" denken, wo eine Krähe die Seele der Verstorbenen ins Totenreich bringt.
Die Taube...
....steht im Christentum für den Heiligen Geist.
Der Kranz....
....steht dafür, dass das Leben mit dem Tod nicht beendet ist. Außerdem ist der Kreis ein Symbol des ewigen Bundes, das den Toten schützt und das Böse abwehrt.
Betende Hände...
...gelten als Symbol von gelebter Frömmigkeit.
Der Anker...
...steht in der christlichen Symbolik für die Hoffnung. Bis zum dritten Jahrhundert fand er auf Grabmälern Verwendung als Zeichen für die Zugehörigkeit zum christlichen Glauben.
Der Dreizack...
...ist in der westlichen Kultur das Symbol für den Meeresgott Poseidon, bzw. Neptun. Im indischen Kulturkreis ist er ein Symbol des Gottes Shiva und steht stellvertretend für die drei Prinzipien Schöpfung, Sein und Zerstörung.
Die Eule...
...war in der Antike das Symboltier der Göttin Athene. Im Mittelalter änderte sich das Bild, da galt die Eule aufgrund der Nachtaktivität, ihrer Scheu vor dem Tageslicht und auch ihrer Schreie als Todesbote und Unglücksbringer. Heute verkörpert sie für viele Weisheit und Verstand.
Das Pentagramm...
...galt ursprünglich als in einem Zug gezeichneter Fünfstern als magischer Abwehrzauber gegen Hexen und Dämonen. Eine andere Bedeutung ist die als Symbol für Jesus Christus und seine fünf Wundmale.
Der Pfau...
...kann in seiner Funktion als Paradiesvogel Auferstehung und ewiges Leben symbolisieren. Später wurde er zum Symbol der Eitelkeit.
Die Sanduhr...
....erklärt sich eigentlich von selbst: Das Verrinnen der Zeit und des Lebens.
Der Schmetterling...
...galt in der Antike als Symbol für die menschliche Seele. Auch versinnbildlichte er Flatterhaftigkeit und Leichtlebigkeit.Wegen seiner Metamorphose war er im frühen Christentum Symbol für Jesu Auferstehung.
Die Sichel....
....wurde als wichtiges Erntewerkzeug früh zum Symbol für verschiedene Fruchtbarkeits- und Erntegottheiten. Sichel und Sense symbolisieren allerdings auch die Vergänglichkeit, z.B. in der Figur des "Schnitters" Tod.
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