Taphophil....
Friedhöfe sind traurige und düstere Orte. Sind sie das? Für mich nicht. Ich gehe gerne auf Friedhöfe, je älter sie sind, desto interessanter finde ich sie. Und oft sind sie gerade in Großstädten wahre Oasen der Stille. Ich stelle mir immer vor, was die Grabsteine alles schon erlebt haben und was sie erzählen könnten über die vergangenen Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Deswegen gehe ich nie ohne meine Kamera auf einen Friedhof, denn ich liebe es, diese Welt der Stille auf Bildern festzuhalten. Allen, denen es genauso geht, wünsche ich viel Freude beim Ansehen der Fotos auf meinem Blog. Und wer es noch nicht wusste: Die Faszination für Friedhöfe nennt man Taphophilie, was vom griechischen Wort "taphos" (Grab) kommt...
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Freitag, 15. April 2016
Friedhofsgeflüster am Freitag
Am Wochenende werde ich endlich auch mal wieder Gelegenheit haben, einen Friedhof zu besuchen und natürlich auch Fotos zu machen.
Wir sind in Bad Sassendorf zu einem Oldtimertreffen und ich habe beim letzten Mal schon gesehen, dass gar nicht weit entfernt vom Treffpunkt ein Friedhof ist. Den werde ich mir dieses Mal natürlich genauer ansehen, so viel Zeit muss sein. :-)
Das Ergebnis könnt Ihr dann sicher spätestens am Montag hier sehen.
Ich wünsche ein schönes Wochenende.
Sonntag, 6. März 2016
Freitag, 15. Januar 2016
Friedhofsgeflüster am Freitag
Das Jahr 2016 hat ja schon mit traurigen Nachrichten begonnen und wir mussten Abschied nehmen von einigen berühmten Persönlichkeiten, wie z. B. David Bowie und gestern Alan Rickman. Für mich natürlich kein persönlicher Verlust, aber auf jeden Fall hinterlassen sie eine große Lücke in der Musik- und Filmwelt.
Und auch von unserem Rattenmann Little mussten wir uns am 20. Dezember verabschieden, er ist nun im Regenbogenland. Aber er wird immer einen besonderen Platz in unserem Herzen haben.
Mittwoch, 4. November 2015
Ein Gedicht zum November
Novemberabend
Ein Hauch des Grabes schien von Blatt zu Blatt,
Von Ast zu Ästen träg zu wallen;
Das letzte Laub nur klammerte noch matt
Sich an die Zweige vor dem Fallen.
Vom Nebel des Novembers kalt umtrieft,
Der rings auf Hügeln lag und Mooren,
Hin schritt ich, in Erinnerung vertieft,
An all das Glück, das ich verloren.
Der Jugend Hoffnungen und Träume deckt
Für immerdar die Nacht der Grüfte,
Und meine Seele bebt zurück erschreckt,
Wenn ich den Leichenschleier lüfte.
Dahin, wie meines Geistes kühner Flug,
Ihr, die im Arm ihr einst mir ruhtet!
An Wunden, die euch früh das Schicksal schlug,
Um mich, vor mir seid ihr verblutet!
Der einsam ich zurückgeblieben bin,
Nun stürmen fühl' ich's rau und rauer,
Und meines Lebens Blätter sinken hin,
Die letzten in des Herbstes Schauer.
Ich dacht' es; hinter Wolken, trüb' und schwer,
Sah ich das Abendlicht verglimmen,
Und leise trug der Wind vom Friedhof her
Mir an das Ohr der Toten Stimmen.
Adolf Friedrich von Schack (1815-1894)
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Allerheiligen / Halloween / Samhain
Halloween kommt von All Hallows Eve, also der Abend vor Allerheiligen. Bei den Kelten hieß es Samhain. Da die Kelten keinerlei Aufzeichnungen hinterließen, ist der genaue Ursprung schwer nachzuvollziehen. Man weiß aber, dass man damals glaubte, dass in der Nacht des 31. Oktobers die Grenzen zwischen dieser und der Anderswelt dünner wurden und die Seelen der Verstorbenen auf die Erde zurückkehren konnten. Um sie zu besänftigen, stellte man ihnen Gaben hin und zur Abschreckung wurden große Laternen aufgestellt. Früher waren es Rüben, später wurden daraus Kürbisse.
Irische Auswanderer brachten den Brauch nach Amerika und von dort kam Halloween in den letzten Jahren abgewandelt als Horrorspektakel zu uns nach Europa zurück.
Um 830 n. Chr. legte Papst Gregor den 1. November als christlichen Feiertag Allerheiligen fest. Die katholische Kirche gedenkt hier all ihren Heiligen.
Einen Tag später dann wird Allerseelen begangen, hier wird der Verstorbenen und Toten gedacht. Bei uns ist der 2. November kein offizieller Feiertag. Soweit ich weiß, ist das mehr in protestantischen Gegenden der Fall.
Mir gefällt der ursprüngliche Gedanke von Samhain sehr gut, das Gedenken an meine Ahnen und Vorfahren. Deswegen stellen wir in den Tagen um den 31. Oktober herum auch immer Kerzen bzw. Grablichter auf. Auch in Gedenken an unsere Rattis, die bereits über die Regenbogenbrücke gegangen sind...
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